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  • Irniger, Schaffhausen
    Post
    Es wäre angenehm, wenn die Post einen speziellen Tarif für Bücher erheben könnte, wie das in anderen europäischen Ländern existiert (z.B. in Frankreich). Wenn man ein Buch schenken will, ist die 2 cm-Limite schnell erreicht und dann gibt es nur das Paket, das mit überrissenen 7 CHF enorm teuer ist
  • Franziska Schlienger, Zürich
    SBB Misere
    Abgesehen von den zu hohen Preisen hat die SBB in letzter Zeit eine Kundenpolitik, die zu denken gibt. Angefangen damit, dass man nicht mehr im Zug lösen kann. Wie ich höre, gibt es das sonst in keinem Land. Dies wäre jedoch noch knapp hinzunehmen, wenn es möglich wäre, eine korrekte Fahrkarte innert nützlicher Frist am Automaten zu lösen. Denn am Schalter kann man es - zumindest am Zürcher Hauptbahnhof - sowieso vergessen: dort steht man u.U. bis zu einer halben Stunde an.

    Doch zurück zu den Billetautomaten. Will man von Zürich nach Aarau reisen, steht man vor der Wahl: "via Mellingen Heitersberg" oder "via Baden". Für Bündner und Welsche ist nun Mellingen oder gar der Heitersberg kaum ein Begriff, handelt es sich ja nicht mal um Haltestellen auf der Strecke. Will man sicherheitshalber die teurere Variante nehmen, wird es kompliziert, denn die Preise erschliessen sich am Automaten erst kurz vor dem Abschluss des Kaufes. Zudem bin ich unterdessen nicht mal sicher, ob es für die falsche Strecke - auch wenn es die teurere ist - nicht eventuell auch eine Busse gibt.

    Ich entscheide mich also aufs Geratewohl für einen Reiseweg, und schon kommt das nächste Problem: Es gibt nur "Einzelbillet" oder "Tageskarte". Das Retourbillet gibt es nicht mehr. OK, damit soll vielleicht der Gültigkeits-Zeitrahmen transparenter sein. Ist er aber nicht, denn an keiner Stelle gibt der Automat darüber Auskunft, dass das Einzelbillet lediglich 2 Stunden (manchmal auch nur 1 Stunde) gültig ist, resp. ob die Tageskarte 24 Stunden oder bis Mitternacht gültig ist. (Das sieht man dann 20 Franken später auf dem Billet.) Und kommt man während der Bedienung des Automaten über all das ins Grübeln, dann hat sich dieser (der Automat) bereits wieder ausgeklinkt und man kann das ganze Prozedere von vorne anfangen. Und 20 Minuten später ist der Zug, den man erreichen wollte auch bereits abgefahren, doch man hat nun sage und schreibe ein Billet aus dem Automaten rausgekriegt! Dieses macht nun aber schon wieder Kopfweh, denn da steht gar nichts von Aarau sondern nur jede Menge Zonennummern. OK, als Besitzerin eines ZVV-Abos ist mir die Zonenlogik nicht total fremd, ich werte es als positiv, dass die Netze sich überkantonal zusammengeschlossen haben und ich somit auch am ZVV-Automaten lösen kann (wenn derjenige der SBB grad von einer Schlange überforderter Kunden belagert ist).

    So getan in Dietikon mit dem Ziel Spreitenbach Dorf. Da mir die Tragweite einer solchen Reise bewusst ist, natürlich nicht ohne vorgängige umfassende Internet-Recherche über die Verbundnetze. Auf der Seite der SBB über die Verbundnetze fand ich lediglich die beruhigende Aussage, dass die genügende Anzahl Zonen relevant sei. Dietikon liegt noch in meinem ZVV-Abobereich, Spreitenbach bedeutet also "plus 1-2 Zonen", und das obschon Spreitenbach im Aargau liegt. Ist doch super! Wie ich nachträglich erfahre, ist das im Falle von Spreitenbach Dorf tatsächlich absolut korrekt. Wie ich aber ebenfalls nachträglich, nämlich auf dem Rückweg im Rahmen einer Kontrolle mit ungebremster Charmoffensive zweier Guantanamo-Wächterinnen mit bewaffneter Security im Schlepptau, erfahre, ist es im Falle von Killwangen-Spreitenbach hingegen nicht korrekt, obschon mein Billet die gewünschte Anzahl Zonen abdeckt. Der Grund: Killwangen-Spreitenbach liege im Aargau. Mein Einwand, auch Spreitenbach-Dorf liege im Aargau (so viel Geografie habe ich intus), wird abgetan damit, dass Killwangen-Spreitenbach eben im Aargau liege. Soviel zur Intelligenzoffensive.

    Die Szene erinnerte im Ablauf sowie in Tonfall und Mimik des Personals an eine Verhaftung. Erst nach mehrmaligem Nachfragen, wofür die Damen denn unsere Adressen brauchten, wurden wir darüber aufgeklärt, dass uns eine Busse ins Haus flattern würde, in meinem Fall über Franken 100, da ich nicht bereit war, meine Adresse bekannt zu geben, bevor ich wusste, wofür. Also zusätzlich zu den 75 Franken noch 25 Franken fürs Adresse suchen, was sich Madame hätte sparen können, hätte sie meinem Freund zugehört, der sagte, wir wohnen an der gleichen Adresse. Wir sollen uns an die Reklamationsstelle wenden, hiess es, und weg waren sie, um ja keinen Bahnverbrecher zu verpassen. Um meinen Bericht nun mit etwas Positivem zu beenden: Ich wandte mich natürlich umgehend an die Reklamationsstelle und erreichte eine Reduktion meiner Busse um 25 Franken.

    Meine Forderungen an die SBB:
    - Kontrolltrupps zu Fahrkartenverkäufern umschulen, sodass man wie alle Welt wieder im Zug lösen kann
    - Personal auf Themen wie Kundenfreundlichkeit u.ä. sensibilisieren
    - Keine oder nur symbolische Bussen für Reisende mit falschem Billett (Bussen nur für Schwarzfahrer)
    - Wenn Zonensystem, dann konsequentes Zonensystem
    - Automaten von Grund auf neu programmieren (Streckenwahl entschlacken / Gültigkeitsrahmen und Preis von Anfang an sichtbar etc.)
    - (nicht in meinem Bericht erwähnt): Billete, die nach der regulären Abfahrtszeit, jedoch vor der verspäteten Abfahrt eines Zuges gelöst werden, sollen gelten. Desgleichen sollen alle weiteren Spitzfindigkeiten zum Generieren von Bussen abgeschafft werden.

    Ansonsten werde ich wohl nicht die einzige sein, die über kurz oder lang wieder aufs Auto umsteigt.
  • Richard Mosimann, Winterthur
    Service Public
    Service Public bedeutet „Dienst an der Allgemeinheit". Bereicherung und Profilierung von Privatpersonen sind hier fehl am Platz. Der Service Public deckt die nationale Grundversorgung ab und wird mit Steuergeldern unterstützt. Deshalb muss er sich auch nicht dauernd neu erfinden und ist von daher nicht dem Stress der Privatwirtschaft ausgesetzt. Das heisst im Gegenzug: anständige Löhne, sowohl unten als auch oben, die vor der Allgemeinheit vertretbar bzw. von dieser beeinflussbar sind. - Service Public ist die Visitenkarte des Staates, dieser gilt es entsprechend Sorge zu tragen.
  • Leira, Frauenfeld
    SBB: Busse trotz Billet
    Das geht gar nicht, was die sich da inzwischen erlauben.
    Wenn ich mit dem Zug reise, stelle ich mir vor, entspannt anzukommen. Damit ist es vorbei. Ich sitze im Zug, wenn der Kontrolleur kommt steigt Panik auf, habe ich nun das richtige Billet gekauft oder findet er irgendwas, wovon ich nichts wissen konnte und werde dafür noch gebüsst, obwohl ich vielleicht sogar ein teureres Billet gekauft habe? Nur weil es im Automat nicht aufgeführt, unklar ist, meine Route nicht wählbar ist oder ich die falsche Stempelkarte abgestempelt habe, die zwar gleich teuer ist, aber nicht die richtigen paar Zahlen enthalten. Und dann wird man hingestellt wie ein Schwerverbrecher. Wenn man sich dann bemüht, kann man die Busse auf 20.- Franken "runterhandeln", 20.- für die Umstände die sie hatten. Soll ich ihnen auch eine Rechnung schicken für meinen Aufwand und für die Verleumdung, ich sei ein unehrlicher Mensch? Als Gutwill, löschen sie die Busse unter meinem Namen, dass ich nicht als Betrüger vermerkt bin und nicht nächstes Mal nochmehr bezahle. Fühle mich geehrt...
    Kenne viele Menschen, die inzwischen ein teureres Billet kaufen mit mehr Zonen, dass dann die auch bestimmt drin sind, wo zum Ziel führen. Oder solche, die sich ein GA kaufen, weil sie nicht klar kommen mit dieser Preisstruktur und Intoleranz.
    Und weil es auch für einen Kontrolleuer schwierig ist, das ganze zu durchschauen, gibt es also immer wieder solche, die zu unrecht irgendwas behaupten, das Ticket übers Handy sei zu spät gelöst worden, obwohl er/sie die falsche Zahlen angeschaut hat, usw.
    Service nenne ich das nicht. Sondern Geldeintreiberei.
    Die Hygiene, Alkoholiker und Drögeler in den Pendelzügen tragen zum Fahrerlebnis bei und sowie die schmutzigen, stinkenden Bahnhöfe, belagert von Süchtigen sind dann die Sahnehäupchen. Frage mich wo das Geld hingeht, dass wir bei der SBB liegen lassen. Wird es in Kundenservice investiert oder ins System, noch genauer die Falschfahrer zu entlarven oder investieren in ein System, um noch mehr Geld aus den Reisenden rauszulocken. jeder Rappen zählt...
    Und dann vergleiche ich meinen Lohnzettel mit seinem Lohn und frage mich, ist dieser Mensch denn soviel wertvoller wie so viele andere? Stehe ich nicht auch jeden Tag pflichtbewusst auf und gebe mein Bestes nach bestem Wissen und Gewissen? Oder ist es genau das, was nicht mehr zählt...
    Es ist Zeit, dass sich was ändert.
  • Bollhalder, Reichenbach im Kandertal
    Postgeheimnis in Agenturen
    Guten Tag Herr Salvisberg

    Ich habe gestern Abend die Arena auf SRF1 mitverfolgt. Sie haben sich geäussert, dass in den Postagenturen das Postgeheimnis nicht gewährleistet sei. Ich möchte dies gerne widerlegen. Sämtliche Mitarbeitende von Agenturen unterzeichnen eine Vereinbarung, dass sie sich ans Postgeheimnis halten werden. Zudem stellt die Post die notwendige Infrastruktur zur Verfügung, um dies gewährleisten zu können. Ich glaube kaum, dass die Kundenzufriedenheit so hoch wäre, wenn die Einhaltung des Postgeheimnisses effektiv ein Problem wäre.

    Freundliche Grüsse
    M. Bollhalder
  • Gasser Claude, Baar
    Postschalter zu - hinterlistig gesteuert
    In unserem Quartier, das mehrheitlich von älteren Leuten bewohnt wird, wird die Poststelle Basel 4008, ab Mitte Jahr 2013 definitiv schliessen. Vor ca 3 Jahren wurde der Abbau auf hinterlistige Art begonnen, d.h. keine Einzahlungen und Geldbezüge konnten mehr in diese Poststelle getätigt werden. Dies hat natürlich den täglichen Kundenstrom drastisch reduziert und als Folge hiess es, dass diese Poststelle mit so wenigen Kunden nicht mehr rentabel sei. Ich finde es eine Zumutung, dass ältere Leute, viele gehbehindert, den langen Weg bis zur Bahnpost gehen müssen um ihre Postangelegenheiten zu erledigen. Es wird heute, im Service-Public allgemein,(SBB, Swisscom usw.) keine Rücksicht mehr auf die Kunden genommen, es steht nur noch die Rentabilität (Gewinnoptimierung) und die unverhältnismässigen und unverschämten Top-Saläre der Kader, im Vordergrund.
    Die Aufgaben und der Sinn eines Service-Public ist mit den Jahren komplett verloren gegangen.
  • Remo Maßat, Chur
    Exorbitante Gewinne und immer weniger Leistungen
    Die Schweizerische Post ist ein Bundesunternehmen.

    Jahr um Jahr baut sie ihre Dienstleistungen ab. Trotz exorbitanten Gewinnen.

    Müßte ein staatliches Unternehmen mit den Gewinnen nicht den die Grundversorgung der Bevölkerung fördern?

    Statt Grundversorgung immer mehr Klimmbimm.

    In der Post muß man froh sein, wenn man überhaupt noch irgendwann Briefe abgeben darf.

    Man kann "Läpptopps" kaufen, Mobilfunk-Abonnemente abschließen, Gummibärchen gibt es auch, selbstverständlich gehört zur Post-Grundversorgung der Bevölkerung in den Augen der Post auch Kinderspielzeug und etlicher anderer Kommerz-Schwachsinn, der mit dem Auftrag des Bundesunternehmens nicht auch bloß auch nur das allergeringste zu tun hat.

    Als ich neulich bei der Post am Schalter was abgab, frug mich in Chur der Mitarbeiter, ob ich nicht noch ein Los kaufen möchte. Er wies mich darauf hin, daß der "Jäckpott" gegenwärtig über dreißig Millionen beinhalte. Ich spielte tatsächlich das erste mal Lotto in meinem Leben.

    Doch ist es die Aufgabe von Postmitarbeitern, Angestellten eines Staatsunternehmens, Lose zu verkaufen?

    Als ich in St. Gallen das Postfach leerte und zum Schalter mußte, weil - wieder einmal ein Einschreiben vom Steueramt St. Gallen darin war, frug mich die nette Dame bei der Post Langgaß, ob ich schon eine Kreditkarte habe.

    Nicht mißzuverstehen. Das sind alles ganz nette Leute, die ich größtenteils sehr schätze.

    Aber ich frag mich: Was kriegen die dafür, daß die "freiwillig" Lose und Kreditkartenanträge verkaufen? Es muß ja irgendein Anreizsystem geben dafür, sonst würden die das doch wohl nicht machen?
  • Fridolin Glarner-Walker, Genf
    Volksinitiative «Pro Service public»
    Guten Tag,

    Ich bin langjähriger Abonnent vom K-Tipp und habe diese Initiative soeben mit einem bescheidenen Beitrag von 20.- Franken unterstützt. Ich danke schon mal allen die sich für diese Initiative einsetzen.
    Wir sind auf einige dieser Bundesbetriebe angewiesen und können gar nicht ausweichen. Ich wohne in einem Wohnblock. Früher kam der Pöstler mit einem Paket oder einem eingeschriebenen Brief noch an die Haustüre, doch heute muss ich diese auf der Post abholen und verliere jedes Mal eine Stunde. Alle anderen Lieferdienste kommen an die Haustüre oder rufen mich kurz vor der Lieferung an. Anstatt überrissene Chefsaläre zu bezahlen würde man besser den Dienst an der Basis ausbauen oder mindestens die Konkurrenz nicht behindern.

    Mit freundlichen Grüssen
    Fridolin Glarner-Walker, Genf

  • D. Keller, Appenzell
    Internet auf dem Land
    Internetanschluss auf dem Land: max. 2.4 Mbit/s. Und das schon seit über 10 Jahren unverändert, keinen Rappen hat die Swisscom investiert. Grundversorgung wäre mind. 15 Mbit/s (sodass z.B. auch TV empfangen werden könnte).
    Und für diese unterirdischen 2.4 Mbit/s verlant die Swisscom Preise fast wie für Glasfaserabo. Da wird man gleich 2x abgezockt auf dem Land: hoher Preis und schlechte Leistung.
  • François Küssenberger, Cham
    SBB-Schikane bei Mobiltickets
    Ich hatte zwei Tickets auf mein Mobiltelefon geladen - eins für mich und eins für den Mitarbeiter. Was wir nicht wussten, dass man sich bei der SBB ausweisen muss. Das klingt doch eher als Schikane. Wenn mein Mitarbeiter keinen Ausweis (ID) dabei gehabt hätte, wäre er faktisch ohne gültigen Fahrausweis gefahren, obwohl wir einen gültigen auf dem Mobiltelefon hatten. Unglaublich dieser Beamtenladen!
  • Vetterli Yvonne, Watt
    Immer wieder neue Gebühren
    Absolute Frechheit, dass Bundesbetriebe, speziell Post und SBB nur noch auf den Gewinn achten
    (damit die Manager ihre Bonis erhalten), die Bürger haben das Nachsehen.
    Immer wieder ärgere ich mich über die Oeffnungszeiten der Post, normale Bürger arbeiten bis
    17.30 - 18.00, haben KEINE Chance, weder über die Mittagszeit noch abends ein Paket abzuholen.
    Ebenfalls eine Schande, dass man neu Gebühren bezahlen muss für eine Unterschrift, damit eine vertraute Person die Postgeschäfte für eine andere Person abholen will.
    Immer wieder werden neue Gebühren erfunden, Poststellen werden geschlossen, damit der Bonus
    noch höher ausfällt !!!
    Der CEO von der Post: so viel arbeitet er in 10 Leben nicht, wie sein Lohn ausfällt!
    Kein Mensch kann sich einen so hohen Lohn mit arbeiten verdienen !!!

  • Pierre Geiser, Allschwil
    Gemischtwarenladen Postschalter und die teilweise traurigen Folgen für die Schalterangestellten
    Auch ich ärgere mich über die Verkaufsbelästigungen an den Postschaltern. Elektronische Geräte wie Handys, Computer, u.s.w., sollten eher im entsprechenden Fachhandel gekauft werden. Jetzt sind noch Pfannen und bald sicher auch Kleider und Möbel zu haben.

    Versicherungsabschlüsse gehören zu den Versicherungsgesellschaften. Bereits das Hausrat- und Privathaftpflicht-Geschäft fordert ein grosses Fachwissen. Zudem greifen die unterschiedlichsten weiterführenden Branchen auch noch in einander. Selbst gut ausgebildete Aussendienstberater sind gelegentlich überfordert und benötigen die Mithilfe des Innendienstes. Um diese Branche zu verstehen, braucht es eine KV-Versicherungslehre und teilweise sogar das Eid. Versicherungsfachdiplom.

    Die Post sollte sich aufs eigentliche Kerngeschäft konzentrieren. Da aber hier die Preise im Vergleich zur Leistung nicht mehr stimmen, weicht man gerne zur benachbarten Deutschen Post aus.

    Leider werden die Postschalterangestellten heute in erster Linie auf Verkauf getrimmt. Sie werden verpflichtet, eine gewisse Anzahl Verkäufe zu erreichen. Die Zielvorgaben werden dann prozentual immer höher geschraubt. Die direkten Vorgesetzten führen diesbezügliche Gespräche. Dabei wird ständig mit allfälliger Kündigung gedroht. Dies verursacht teilweise psychische Erkrankungen bei den Angestellten und wird, wie meistens, als Unbelastbarkeit abgetan. Aehnlich wie bei Aussendienstellen und Drückerkolonnen.

    Vereinzelt gelingt es auch, jemanden zur Selbstkündigung zu bringen. Was das für soziale Folgen haben kann, liegt auf der Hand. Findet man innerhalb der Kündigungsfrist keine Stelle, wird das Stempelgeld auch noch gekürzt.

    Da kommt man halt gerne wieder zur Folgerung, Glück hat, wer einen Zufallsbeamtenjob ergattert hat. Vorgesetzte sollten die Angestellten motivieren und auch gegen die Obrigkeit verteidigen können. Hier wird aber offensichtlich aus ganz niederigen Beweggründen gehandelt.

    Will das die Konzernleitung und der Verwaltungsrat der Schweizerischen Post wirklich so?
    Setzt man in der Zukunft auf junge, günsige Verkäufer ohne fundiertes Fachwissen?

    Ich würde mich sehr freuen, wenn sich Direktbetroffene ebenfalls melden und die Angst vor den Vorgesetzten ablegen. Sinnvoll ist auch der Gang zur Gewerkschaft oder zum Anwalt.
  • Odile, Pinuccia
    'Schwarzfahren'
    Ich musste kürzlich einen horrenden Betrag begleichen, weil ich beim sogenannten 'Schwarzfahren' erwischt wurde. Der Automat am Bahnhof Liestal war defekt. Da ich unbedingt zu einer gewissen Zeit in Luzern sein musste, stieg ich halt ohne Ticket in den Zug, weil der Zug sonst ohne mich abgefahren wäre. Nach einem Schreiben, erliess mir die SBB Fr. 20.--. Der Zusatzbetrag belief sich auf Fr.60.-
    Eine Sauerei und Abzockerei, wenn man beweisen kann, dass der Automat defekt war.
  • Heinz Schwab, Bremgarten
    Steuerbetrug
    Wir alle bezahlen die enorm gestiegenen Preise für die Bahnfahrten und für die Postzustellungen. Die grossen Gewinne, die dadurch anfallen, werden dem Bund und den Kantonen ausbezahlt, anstatt dass diese Gewinne wieder dem Service public zugeführt werden. Man könnte dank diesen Riesengewinnen im nächsten Jahr die Kosten für die Bahnfahrten und die Postzustellungen senken. So würde die SBB und die Post wettbewerbsfähiger werden und könnte den Service public in den Randregionen noch ausbauen, anstatt abzubauen, wie es heute geschieht. Diese Gewinnausschüttungen sind eine verdeckte Steuer, welche die Allgemeinheit bezahlt. Der Superreiche bezahlt die gleichen Tarife wie der arme "Büetzer". Es ist dies eine asoziale verdeckte Steuer. Sie gehört abgeschafft. Deshalb ja zur Initiative.
  • Daisy Benker, Uerkheim
    Post
    Ich war 5 Jahre Bürgerin einer Aargauer Gemeinde. Von Anfang an warf mir der Postbote ständig Briefpost in meine Briefkasten, die NICHT für mich war. Ich habe in diesen 5 Jahren über 20 Mal der Postdirektion angerufen, aber es geschah nichts. Und dieser Postbote lies sich auch verleugnen. Er hat zwar mal eine fadenscheinige Entschuldigung herausgdruckst. Aber er machte einfach weiter. Mich ärgert, dass die Post solche Leute einfach weiterarbeiten lässt. Und es keine Konsequenzen für solche Arbeit gibt. Bin wegen dieser ärgerlichen Sache von dieser Gemeinde weggezogen. Heute klappt es mit der Post wieder.
  • Urs Heinz Aerni, Zürich
    Es braucht mehr Gas
    Die großen Drei: Swisscom, SBB und die Post verlieren die Bodenhaftung, den Draht zum Normalverbraucher und Ihre Kernaufgabe mit Nachhaltigkeit auf ihrem Radar.

    Sie gebahren sich immer mehr als Konzerne mit Globalisierungsgelüsten mit Maximalrendite innerhalb der Zeit, in der ein CEO die Schlüssel seinem nächsten übergibt.

    Und ausgerechnet in der heutigen Kommunikations-Hochkultur schweigen die meisten Kundinnen und Kunden oder machen die Faust im Sack. Liebe MitverbraucherInnen: Schickt E-Mails, schreibt Briefe, meldet Missstände und Verschlechterungen von Preis und Service an Medien, an Politikern, an örtlichen Behörden.

    Und, unterschreibt die Volksinitiative "Pro Service public".

    Freundliche Grüße
    Urs Heinz Aerni
    www.ursheinzaerni.ch
  • Laube, Kreuzlingen
    Sauberkeit
    Initative unterschrieben. Sauberkeit lässt zu wünschen übrig:
    Wer macht die "Sauerei" Kunden oder SBB? Reklamiert bei den Reisenden, die den Dreck liegen lassen.
  • Wanner Amona, Zürich
    Eingeschriebene Briefe - unmögliche Fristen
    An meinem alten Wohnort, wo ich die Postleihzahl 8046 hatte, hatte ich niemals Probleme mit der Post. Ausser, dass ich nach Affoltern raus fahren musste, um ein Paket oder einen Eingeschriebenen Brief entgegen zu nehmen.
    Mein Wohnort war viel näher beim Bucheggplatz, von der Postleihzahl gehörte es aber zu Neuaffoltern und Affoltern.
    Ich habe damals probiert, dass man mich einem anderen Postamt zuweisen könnte, weil ich
    1. immer 100 % arbeitstätig war und niemals zu hause war, wenn mir der Pöstler eine Abholungseinladung brachte. Und somit immer zur Post musste, wenn ich einen eingeschriebenen Brief erhielt.
    2. Lag die Post in Affoltern absolut nicht auf meinem Arbeitsweg oder sonst auf einem Weg, den ich sonst irgendwie machte. Und diese Poststelle hatte auch nicht gerade nette Öffnungszeiten, so dass ich noch am Feierabend überhaupt hätte vorbeigehen können. Wenn ich also so einen gelb-weissen Zettel im Briefkasten hatte, musste ich ganz sicher am nächsten Samstag da vorbeigehen. Und ja nicht über Mittag denn dann hatte diese Poststelle 2 Stunden zu. Ich weiss die Öffnungszeiten nicht mehr genau. Es war einfach sehr ungünstig. Ich habe damals noch eine Zeit lang jeden Freitag Abend in einer Bar bis früh am Morgen gearbeitet. Wenn ich dann am Samstag lange geschlafen hatte, war es meistens zu spät um zur Post zu gehen.

    Wie auch immer, ich wollte, dass man mir meine Post entweder nach Oerlikon oder an den Schaffhauserplatz senden könnte. Da gab es aber keine Diskussion. Dies hätte man nur als eine einmalige Dienstleistung gegen Bezahlung aushandeln können.
    Ich will doch nicht jedes Mal, wenn ich etwas abholen sollte, zuerst anstehen und dann Bitti-Betti machen, dass man mir die Sachen an ein anderes Postamt schicken kann und dann noch dafür bezahlen??!!

    Seit ich jetzt in Wipkingen (8037) wohne, erhalte ich die Abholungseinladungen einfach viel zu spät, so dass ich sie gar nicht erst abholen kann.
    Ich hätte einen Brief bis am 5.12.12 abholen müssen. Die Einladung dafür erhielt ich zwei Tage vor dem Ablauf. An diesen zwei Tagen war es mir unmöglich, zur Post zu gehen während diese geöffnet war.
    Kurz darauf lag der nächste Zettel am 17.12.12 in unserem Hauseingang! Ich weiss bis jezt nicht, wie der dort hingekommen ist. Wahrscheinlich hat man ihn in der falschen Briefkasten gelegt und die Nachbarn haben ihn dann bei uns vor die Tür gelegt.
    So fand ich diesen Zettel also am Abend vom 17.12.12 und der letzten Termin wo ich der Brief hätte bei der Post holen können war der 17.12.12
    Super! Und dass ein eingeschriebener Brief immer etwas Wichtiges ist , wissen wir ja alle. Wahrscheinlich war es noch an beiden Daten der selbe Brief. Ein eingeschriebener Brief gilt immer als zugestellt. Wenn man ihn nicht abholt, ist man selber schuld.
    Ich weiss jetzt noch nicht, worum es ging und hoffe einfach ganz fest, dass es nicht ein Zahlungsbefehl war oder so ähnlich.
  • Hansheiri Brunner, Verscio
    SBB-Chefs an die Front!
    Die neuste Dummheit fehlt noch: dass man in stark besetzten Zügen für auf Sitzen abgestelltes Gepäck ein halbes Billett lösen soll! Wie geht das, wenn die Kondukteure in den Zügen keine Billette mehr verkaufen dürfen? Soll man schon in Locarno oder Bellinzona am Automaten ein Gepäckbillett kaufen, obwohl die Züge auf der Gotthardstrecke meist nur ab Arth-Goldau und meist nur in den vordersten Wagen voll besetzt sind? Und warum setzen wir das Gepäck auf die Sitze? Weil es zu wenig Abstellplatz für Gepäck, vor allem grosses und schweres, gibt, die Gepäckträger über den Sitzen für kleinere und ältere Personen schwierig zu benützen sind und bei Regen und im Winter die Böden zu schmutzig sind. Die SBB sollten ihre oberen und mittleren Kader systematisch einen Monat pro Jahr, verteilt auf alle Tageszeiten, alle Bahnstrecken und Zugtypen abfahren lassen, damit sie die Realität ihrer Kunden kennenlernen.
  • Leutwyler Daniel, Solothurn
    Service public Initiative
    Danke und Toi Toi Toi den Initianten und der Schweiz!
    Mein Ja habe ich bereits abgegeben!
  • Annemarie Meier-Sollberger, Rüfenach AG
    Postshop: nahm Ware nicht zurück!
    Post:
    Erstes Beispiel:
    Völlig überrissene Preise. Ich kaufte letzten Dez. einen Kalender für CHF 19.90 und habe ihn in die USA zu Freunden geschickt. Das Porto (B-Post!) war CHF 18.00! Es musste als Grossbrief gehen, denn als Paket hätte es mich sage und schreibe CHF 40.00 gekostet!! Das ist ja absurd.
    Zweites Beispiel:
    Ich kaufte einen Flexi-Hahnanschluss in der Post (ich war in Zeitnot und habe das zufällig gesehen). Preis ca. Fr. 20.00. Zu Hause merkte ich, dass das Durchmesser für meinen Hahn nicht stimmte. Also brachte ich es zur selben Poststelle zurück und erhielt die Antwort, das könne man nicht zurück nehmen!? Dabei war alles, inkl. Verpackung, intakt. Die Frau am Schalter musste es mit der Chefin kontrollieren. Schlussendlich bekam ich per Briefpost statt Geld Briefmarken im selben Wert. Das ist doch nicht korrekt! Nie wieder würde ich etwas in der Post kaufen. Das ist ein Theater.

    SBB: Die Preise sind zu hoch. Dazukommt jetzt noch die letzte Schikane: Die Billete sind nur noch mit Zonen-Nummern versehen. Wenn man also einige Mehrfahrtkarten hat, muss man die Destination anschreiben, damit man nicht vergisst, wohin man damit gehen kann. Man bezahlt also mehr und muss noch selbst die Destination anschreiben. Ja hallo, oder kennen Sie die Zonen auswendig? Die Mehrfahrtkarten sind auch nicht mehr 4 Stunden sondern nur 2 Stunden gültig.